Mittwoch, 5. Mai 2010

Nuklearwaffen: Auf- und Abrüstung

Die USA haben ihre Zahlen veröffentlicht und verfügen über 5113 einsatzfähige Nuklearsprengköpfe. Russlands Arsenal wird auf etwa 4600 aktive Sprengköpfe geschätzt. Zweifellos sind diese Arsenale überdimensioniert und es ist zu begrüßen, dass sich die USA und Russland in Prag über die Reduzierung ihrer Nuklearwaffen auf jeweils 1550 Sprengköpfe (Art. 2, Abs.1b) geeinigt haben.

Rein zahlenmäßig betrachtet, erscheinen die Arsenale beider Länder als das größte Problem für nukleare Abrüstung. Aber sind sie dies sicherheitspolitisch wirklich?

Beide Länder werden ihre Nuklearwaffen in der Zukunft nicht einsetzen. Für Russen wie Amerikaner erfüllen Nuklearwaffen weniger einen militärischen, sondern vielmehr einen politischen Zweck: Zum Beispiel ihres Status wegen. Darüber hinaus unterliegen die Nuklearstreitkräfte beider Länder einer strikten politischen Kontrolle. Ist der politische Wille wie in Prag da, lassen sich weitere Abrüstungsschritte im Verhältnis recht einfach erreichen.