Montag, 8. Juni 2015

New Strategic Concept for NATO

On pages 9-12, you can find the recommendations for a New Strategic Concept for NATO developed by Robert Baines, Daniel Fazlić, Veriko Khajalia, Lea Møberg Kristensen and myself.

Freitag, 6. März 2015

Video Comment: Operation Ocean Shield

This week, I have been invited by the Youth Atlantic Treaty Association to comment on NATO's Operation Ocean Shield. In my comment, I am explaining Ocean Shield's backgrounds, the effects of the operation and the importance of NATO's maritime operations for the security of alliance. Very special thanks to Blaž Grilj (YATA Slovenia) for the editing. Please enjoy watching.

Ps.: YATA is present in all NATO and NATO-partner countries and the chapters are always welcoming to new members.



Samstag, 27. Dezember 2014

The five most read articles in 2014 (English)

It has been a very successful year for this blog. My articles - especially the English ones - have received a much larger audience than before. As many of writings went increasingly viral, I would like to provide you an overview of the five most read English articles in 2014 (for the articles in German please click here).


Many thanks to all readers, friends, fans and followers. I wish all of you a good start into 2015.

Ps.: I haven't been very active in the recent weeks, because I am booked with other duties. However, don't worry. I will return in 2015.

Die meistgelesenen Artikel in 2014 (Deutsch)

Ein erfolgreiches Jahr für dieses Blog geht seinem Ende entgegen. In 2014 haben viele meiner Artikel noch mehr Resonanz erfahren, als in den Jahren davor. Um das Jahr noch einmal Revue passieren zulassen, gibt es hier eine Übersicht über die fünf meistgelesenen Artikel auf Deutsch (für die englischen Artikel bitte hier klicken).


Allen Lesern, Freunden, Fans und Followern einen sehr herzlichen Dank und einen guten Start ins neue Jahr.

Ps.: In letzter Zeit ist es hier etwas ruhiger geworden, da ich ganz gut mit Arbeit eingedeckt bin. Aber keine Sorge: In 2015 kommen wieder aktivere Zeiten.

Freitag, 21. November 2014

Russian-Chinese Naval Exercises in the Mediterranean?

In spring 2015, we may witness a naval exercise of Russia and China in the Mediterranean. It is yet a statement. However, if the exercise takes place, it will send relevant messages to Europe and the US. The global naval balance of power is shifting to China's and Russia's advance. Time for Europe to do something.

Do not expect a large exercise
“We plan to conduct a regular joint naval exercise in the Mediterranean next spring,” said Defense Minister Sergei Shoigu, according to the Russian TASS news agency. (...) Shoigu did not specify the nature of the exercises but Russia and China completed a bilateral exercise in May. (Source: USNI)" 
Russian announcements have already to be taken with care, even though it came not out of nothing, but rather after meeting in Beijing. However, there have been plenty statements from Moscow, e.g. about naval presences in the South China Sea and the Caribbean or the construction of indigenous aircraft carriers, that never turned into reality. Moreover, there has not yet been an accompanying statement from Beijing.

Chinese LHD in the Gulf of Aden in October 2014 (Link)
It may be just a Russian hoax, nevertheless there is a realistic prospect in it. In spring 2015, China could do what has done with all its counter-piracy task forces. Once the mission in the Gulf of Aden is done and the new task force has arrived, the relieved task force will go for another duty before returning home. Hence, what we may see, is that 2-3 Chinese warships, one supply vessel and probably one submarine will transit Suez to meet with a Russian task force in Mediterranean (Med'). 

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Fünf Jahre Seidlers Sicherheitspolitik

Vor einer Weile sprach mich ein Freund auf den Arbeitsaufwand für dieses Blog an. Meine Antwort war, der Aufwand liege irgendwo zwischen Hobby und Beruf. Postwendend bekam ich halb im Ernst und halb im Scherz die Antwort, das sei weniger ein Beruf, sondern eher eine Berufung. 

Andere brachten dieses Blog als Segen in der Debatte oder wieder andere sehen es als Fluch und wünschen sich, dass es im Orkus des Internets verschwindet. Aber keine Sorge: Auch nach fünf Jahren habe die Lust am Bloggen nicht verloren und bleibe euch erhalten.

Langjährige Leser wissen, zum Bloggeburtstag gibt es immer einen Rundumschlag durch die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. So auch heute: Deutschlands Sicherheitspolitik ist auf dem richtigen Weg

Über die Jahre habe ich viele Blogs kommen und gehen sehen. Mittlerweile ist meine Beobachtung, die deutsche außen- und sicherheitspolitische Bloggerszene ist eher geschrumpft als gewachsen. Thomas Wiegold steht unter den deutschen SiPo Bloggern an der Spitze und außerhalb jeder Konkurrenz. Aber darunter wird Luft dünner. "Webblog Sicherheitspolitik", "Geopowers" und "Außen- und Sicherheitspolitik" haben vor Jahren den Betrieb eingestellt. "Rang und Namen" gibt es auch nicht mehr. Bei Sicherheit vernetzt, Jörg Lau, Mareikes Nahost-Blog, morgenlage.de, Deutschlands Agenda und Afghanistan-Blog ist es leider sehr ruhig geworden.

Weiterhin aktiv sind Sicherheitspolitik-Blog, Bretterblog, Meer Verstehen, Nordkorea-Infoblog, Flatworld, Ulrich Speck, Bendler-Blog und natürlich meine Freunde aus der Schweiz von offiziere.ch. Ergänzungen und Hinweise auf weitere Blogs sind sehr gerne gesehen.

Eigentlich wäre gerade jetzt die Gelegenheit für neue Blogs. Außen- und Sicherheitspolitik ist dieses Jahr soviel diskutiert worden wie selten zuvor. Dank Gauck, Steinmeier und v.d. Leyen sowie durch die diversen Krisen haben außen- und sicherheitspolitische Themen einen ganz neuen Stellenwert. Auch wenn man gerade am Anfang einen langen Atem braucht, kann einem das Bloggen viel Freude bereiten. Ich freue mich immer über den Austausch mit anderen Bloggern und solchen, die es werden wollen.

Last, but not least geht ein großes Dankeschön an... 

Deutschlands Sicherheitspolitik ist auf dem richtigen Weg

Zum Bloggeburtstag gibt es hier traditionell einen außen- und sicherheitspolitischen Rundumschlag. Dieses Mal ist es ein Kontrapunkt zur aktuellen Negativdebatte über Deutschlands Sicherheitspolitik. Es besteht kein Grund zur Schwarzmalerei. Vieles ist besser geworden. 

Hype vs. Realität
Bundespräsident Gauck in München 2014 (Quelle)
Jeder Hype wird irgendwann mit der bitteren Realität konfrontiert. Der vielfach geforderten neuen deutschen Verantwortung geht es da nicht anders als den BRICS. Auf jede Hype-Realität Konfrontationen folgt üblicherweise große Häme über das Nichteintreten der hohen Erwartungen. Auf dem Boden der Tatsachen angekommen muss man feststellen: Natürlich läuft nicht alles, wie man sich das wünscht, aber in der deutschen und Sicherheitspolitik ist seit Amtsantritt der Großen Koalition vieles besser geworden.

Reden und Handeln stehen weit mehr im Einklang als früher. Pauschale Forderungen nach politischen Lösungen ohne Umsetzungsvorschläge gibt es nicht mehr. Darüber hinaus wird Deutschland reaktionsschneller. Anstatt der Diskussion, was Deutschland alles nicht machen wird, konnte sich Berlin vergleichsweise schnell zur Unterstützung der Kurden durchringen. Vor ein paar Jahren wäre allein eine Debatte über Waffenlieferungen, wie sie heute erfolgen, kaum denkbar gewesen. Ja, die Lieferung hat zu lange gedauert und die Verzögerungen waren peinlich. Der wesentliche Punkt - auf den es ankommt - ist jedoch, dass überhaupt Waffen geliefert werden.

Auch die Führungs- und Initiativfähigkeit ist besser geworden. Dafür sprechen Steinmeiers Ukraine-Diplomatie und die deutsche Kandidatur um den OSZE-Vorsitz. Woran es weiter hapert, sind strategische Vorschau und strategisches Handeln. Zu viele deutsche Politiker und Journalisten sind Putins Spielchen mit kleinen grünen Männchen zu lange auf den Leim gegangen - und tun es teilweise immer noch. Langfristig angelegtes Vorgehen und große Ziele sind über die üblichen Phrasen von Frieden und Kooperation hinaus noch zu wenig erkennbar.

Freitag, 19. September 2014

Europe Needs the UK's Sea-Based Nuclear Deterrent

Yesterday's no-vote has saved Britain's Scotland-based nuclear deterrent. This is great news for Europe. Because in a multipolar and increasingly chaotic world, the UK's sea-based nuclear deterrence will remain essential for Europe's freedom and security. 

Nuclear deterrence remains a source of stability...
Her Majesty's Naval Base, Clyde (Wikipedia)
Thank you, Scotland. Due to your no, the Royal Navy saves billions of Pounds. The base for Britain's four nuclear ballistic missile submarines (SSBN) does not have to be relocated. The four Vanguard Class boats are going to remain in Clyde, Scotland. This is good news, because nuclear deterrence will remain necessary throughout the coming decades. 

Even after the Cold War, strategic stability in the international order is ultimately guaranteed by the nuclear balance of power. With Russia and China becoming more assertive, sea-based nuclear deterrence will serve as a source of stability. Why? What would finally prevent Vladimir Putin from marching through the Baltic to Poland are not Brussels' words and tiny sanctions. Instead, it is, as it was during the Cold War, the risk of a nuclear escalation, which is likely to deter Putin and will therefore keep Europe safe and free.

...for Europe, too.
For legal, political and financial reasons, there will never be any kind of multinational European sea-based nuclear force. However, European countries still need a nuclear umbrella for their security. If you do not believe that, please consult our Baltic and Polish friends.

Sonntag, 14. September 2014

Buchhinweis: Europa im Spannungsfeld globaler und multipolarer Herausforderungen

Leser mit Interesse für strategische, maritime, wirtschaftliche und transportpolitische Fragen wird folgender Band sicher interessieren. Vor kurzem erschien bei der Deutschen Gesellschaft für Angewandte Wissenschaften von Prof. Heinz-Jürgen Scheibe der Sammelband "Europa im Spannungsfeld globaler und multipolarer Herausforderungen". In den 27 Beiträgen geht es um strategische, politische, wirtschaftliche und technologische Trends, u.a. in den Bereichen Welternährung, Energieversorgung, Währung, Cyber und Sicherheitspolitik.

Autoren sind neben Prof. Scheibe u.a. die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach, Prof. Volker Perthes (SWP) und Prof. Christian Dreger (DIW). Meine Kieler Analyse zur Sicherheitspolitik über "Maritime Machtverschiebungen im Indo-Pazifischen Raum" ist ebenfalls in dem Band erschienen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal in einem Sammelband mit einer ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts wiederfinde. 

Damit ihr euch einen Eindruck von dem Band machen könnt, findet ihr hier das Inhaltsverzeichnis. Angenehme Lektüre.  

Freitag, 12. September 2014

Sicherheitspolitische Bücher: Meine zehn Favoriten

In einer dieser Facebook-Kettenaktionen hat mich Torsten Heinrich aufgefordert, die zehn Bücher zu benennen, die mich am meisten geprägt haben. Da das gedruckte Buch auch im digitalen Zeitalter nicht an wert verliert (man ließt doch deutlich anders und gründlicher), möchte ich die Liste auch hier teilen. Den Begriff "geprägt" würde ich nicht unbedingt unterschreiben. Stattdessen finden sich hier die zehn Bücher, die mir bis dato am meisten intellektuelles "Futter" zum Nachdenken geboten haben. Die Reihenfolge richtet sich nach dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens.

- Zbigniew Brzezinski (1997): The Grand Chessboard. (Pflichtlektüre für alle Geostrategen und solche, die es werden wollen).

- Zbigniew Brzezinski (2012): Strategic Vision. (Der Großmeister skizziert die strategischen Trends auf dem Weg in eine immer chaotischere Welt bis 2025 und darüber hinaus. Das Jahr 2014 bestätigt ihn).

- Richard Clarke und Robert Knake (2011): World Wide War. (Das beste Buch über Cyber-Sicherheit, das mir bisher untergekommen ist. Sicherheit im Internet gibt es nicht. Eine Rezension von mir gibt es hier).

- Eric Grove (1990): The Future of Sea Power. (Eines der wichtigsten Werke über die Grundlagen von Seemacht und die Einordnung von Marinen).